Exif-Tools: EXIFeditor

Donnerstag, 7. Februar 2008

Jede Digitalkamera schreibt neben dem eigentlichen Bild noch eine Reihe weiterer Informationen in die Bilddatei. Für die meisten Nutzer sind diese jedoch i.d.R. nutzlos. Das was wirklich interessiert, wie z.B. ein Titel und Kommentare, der Name des Fotografen oder die GPS-Koordinaten des Ortes, an dem das Bild aufgenommen wurde, liefern die Kameras nicht. In einer Reihe von Artikeln möchte ich die nützlichsten Tools vorstellen, um diese sogenannten EXIF-Metadaten zu bearbeiten.

Das Bearbeiten der Exif-Tags beherrschen nur wenige Programme. Einige können nur ausgewählte Felder bearbeiten, EXIFeditor dagegen kann alle Felder bearbeiten und bei Bedarf auch anlegen. Und das gleich für mehrere Fotos gemeinsam. Ein nützliches Feature wenn man einen Copyright-Hinweis in seine Fotos einfügen will.

EXIFeditor

Fotos auswählen 

Die Benutzeroberfläche des EXIFeditor ist leider ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Über den Button „Open“ wird eine oder mehrere zu bearbeitende Dateien ausgewählt. Das geht alternativ auch per Drag&Drop. In der Liste links oben enthält alle geöffneten Fotos. Der rote „X„-Button löscht die Liste wieder.

Tags ändern

Im unteren Teil werden die Informationen über das in der Liste selektierte Foto angezeigt. Die Combobox enthält nur die schon vorhandenen Tags. Im Feld „Value“ kann das selektierte Tag geändert werden. Anschließend muss der Button „Add to queue“ angeklickt werden. Alle Änderungen werden zunächst in eine Liste aufgenommen. Aber Achtung: die Änderung werden später für alle geöffneten Fotos durchgeführt.

Nachdem alle gewünschten Änderungen in die Queue aufgenommen wurden, werden diese mit „Commit change(s)“ in die Fotodateien geschrieben. „Undo“ löscht die Queue. „Make backup“ erstellt vor dem Ändern ein Backup der Dateien.

Preview, Tags, Im- und Export

Die drei linken bunten Buttons haben folgende Funktion:

n: Preview des ausgewählten Fotos

i: Anzeige aller Tags als Liste. Bei meinem Test hat das nicht mit jedem Foto funktioniert.

EXIFeditor Tags

e: Export und Import aller Tags eines Fotos. Das ist z.B. sinnvoll, wenn die Tags durch eine Bildbearbeitungsoftware zerstört werden. Die Daten können im Text- oder XML-Format gespeichert werden. Beim Import kann gewählt werden, welche Tags aus der XML-Datei importiert werden sollen.

EXIFeditor Import Exif from a file

Tags hinzufügen und löschen

Mit der roten Minus-Taste lässt sich ein Tag aus den Fotos löschen. Mit der grünen Plus-Taste können zusätzliche Tags einem oder mehrere Fotos zugefügt werden. Um allen Fotos ein Tag mit dem Name des Fotografen hinzuzufügen klickt man auf den +-Button und bestätigt die folgende Warnung. In dem sich dann öffnenden „New Exif tag„-Dialog lässt sich gleich beim ersten Eintrag „Artist“ der eigene Name eintragen.

EXIFeditor New Exif Tag

Advanced Features

Bleibt noch der Button „adv..“ übrig. Dahinter verbergen sich die Advanced Features.

EXIFeditor Advanced Features

Über diesen können verschiedene Text- und Datumsänderungen für das selektierte Tag durchgeführt werden. Rechts neben dem „adv…„-Button findet sich noch ein kleiner mit d beschrifteter Button. Über diesen öffnet sich bei einem Datumsfeld ein Kalender.

Das Fragezeichen-Button öffnet den About-Dialog. Über diesen lässt sich prüfen, ob Updates vorliegen.

Batch-Verarbeitung

Ab Version 2.1 ist EXIFeditor auch Batch-fähig. Mit der mitgelieferten Anwendung EEcmd.exe lassen sich Änderungen der Exif-Tags über die Kommandozeile ausführen.

EXIFeditor EEcmd.exe

Die Anwendung benötigt als Eingabe eine SOAP-Datei mit den gewünschten Änderungen. Doch wie kommt man zu dieser?

Auftragsliste

Ganz einfach: Ein Klick auf den Button „pending change(s)“ öffnet einen Dialog in dem die Änderungsliste gespeichert und geladen werden kann. Eine versteckte, aber sehr praktische Funktion. Hiermit kann man sich Vorlagen für die Änderungen erstellen. Zum Beispiel eine Datei um Fotograf und Copyright Fotos hinzuzufügen.

EXIFeditor Changes queue list

Fazit

Mit EXIFeditor können alle Exif- und IPTC-NAA-Tags bearbeitet werden. Für wiederkehrende Aufgaben lassen sich Vorlagen erstellen. Die Oberfläche ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wer sich nur Exif-Tags anschauen möchte, für den ist das Programm nicht die Lösung der Wahl. Wer aber Tags bearbeiten möchte, hat kaum Alternativen.

Leider kann man mit dem EXIFeditor keine IPTC-NAA-Metadaten bearbeiten. Er kann sie nicht einmal anzeigen.

Kosten

EXIFeditor ist kostenlos.

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Exif-Tools: PhotoMe

Donnerstag, 17. Januar 2008

Jede Digitalkamera schreibt neben dem eigentlichen Bild noch eine Reihe weiterer Informationen in die Bilddatei. Für die meisten Nutzer sind diese jedoch i.d.R. nutzlos. Das was wirklich interessiert, wie z.B. ein Titel und Kommentare, der Name des Fotografen oder die GPS-Koordinaten des Ortes, an dem das Bild aufgenommen wurde, liefern die Kameras nicht. In einer Reihe von Artikeln möchte ich die nützlichsten Tools vorstellen, um diese sogenannten EXIF-Metadaten zu bearbeiten.

PhotoMe ist das beste mir bekannte Programm zur Anzeige aller Meta-Daten in Bilddateien. Es macht nicht nur einfach das, was es verspricht, sondern sieht auch noch gut aus und ist einfach zu bedienen.

PhotoMe

In der rechten Spalte werden alle Metadaten sehr ausführlich dargestellt. Zu jedem Feld gibt es ein Tooltip mit weiteren Informationen. Die Feld-Inhalte werden nicht nur einfach als Zahl oder Text dargestellt, sondern meist als Klartext. So wird z.B. der Wert 1 bei der Belichtungsmethode als „Manuelle Belichtung“ dargestellt. Hierzu wird PhotoMe mit einer sehr umfangreichen Datenbank ausgeliefert die auch sehr viele Herstellerspezifische Daten umfasst.

Nach einer Übersicht mit den grundlegenden Informationen zu dem Foto werden die Werte gruppiert nach:

  • Bild
  • Vorschau-Informationen: Infos über das Vorschaubild
  • Kamera
  • Hersteller-Informationen: herstellerspezifische Zusatzinformationen
  • Interoperabilität
  • GPS: GPS-Koordinaten des Aufnahmeortes
  • ICC-Profil: Farbprofil
  • IPTC-NAA-Daten: Bildbeschreibungen

Sofern das Bild GPS-Koordinaten enthält, wird in der Übersicht auch der Ort der Aufnahme angezeigt, z.B. „ca. 2.5 km südöstlich von Briesen (in der Nähe von Märkisch Buchholz), Land Brandenburg, Germany, Europe, Globe„. Hierzu nutzt PhotoMe die Datenbank von GeoNames (www.geonames.org).

Über die beiden kleinen Icons rechts oben in den Bereichen „Übersicht“ und „GPS“ kann der Aufnahmeort in Google Earth oder Google Maps angezeigt werden.

In der linken Spalte findet sich das Datei-Menü, ein Histogramm mit der Farbverteilung und das Vorschaubild. Sofern die Datei kein Vorschaubild enthält, zeigt PhotoMe das „große“ Bild an. Dies lässt sich an dem kleinen +-Symbol in der rechten unteren Bildecke erkennen. Enthält das Bild Metadaten über die Autofokus-Position, werden diese im Vorschaubild dargestellt. Weitere Infos hierzu liefert ein Klick auf das Fragezeichen-Symbol.

Hersteller-Informationen

PhotoMe wird mit einer umfangreichen Datenbank mit herstellerspezifischen Exif-Tags geliefert. Für Kameras folgender Hersteller stehen diese Infos bereit:

  • Agfa
  • Asahi
  • Canon
  • Epson
  • FujiFilm
  • Konica
  • Leica
  • Mamiya
  • Minolta
  • Nikon
  • Olympus
  • Panasonic
  • Pentax
  • Samsung
  • Sigma
  • Sony

PhotoMe Hersteller-Informationen

Exif-Daten bearbeiten

PhotoMe kann einzelne Exif-Daten bearbeiten. Diese werden in der Ansicht blau dargestellt. Ein Klick öffnet ein Bearbeitungsfenster.

PhotoMe Exif-Daten editieren

Leider lassen sich wirklich interessante Felder wie z.B. „UserComment“ nicht bearbeiten. Auch lassen sich keine Exif-Tags hinzufügen.

IPTC-NAA-Daten bearbeiten

Über das Datei-Menü Import/Export lässt sich in das Bild, sofern noch nicht vorhanden, ein IPTC-NAA-Datenblock einfügen. Dies ist ein Standard des International Press Telecommuications Council und dient dazu Textinformationen in Bilddateien zu speichern. Dazu zählen u.A.:

  • Bildbeschreibung
  • Schlagworte
  • Aufnahmeort
  • Copyright
  • Fotograf

IPTC-NAA ist im professionellen Bereich weit verbreitet.

PhotoMe IPTC-NAA

Das Bearbeiten des IPTC-NAA-Datenblocks ist in PhotoMe wirklich vorbildlich gelöst. Zu jedem Tag gibt es ausführliche Beschreibungen. Über den +-Button können neue Felder eingefügt werden.

Dateibrowser

Etwas versteckt findet sich der Dateibrowser nach Klick auf das rechteckige Symbol in der mit „Datei“ bezeichneten Überschrift. Er dient zu schnellen Dateiauswahl ohne über den „Datei öffnen…„-Menüeintrag gehen zu müssen.

PhotoMe Dateibrowser

Datei-Menü

Im Datei-Menü finden sich folgende Funktionen:

  • Datei öffnen, Speichern und Speichern unter einem anderen Name
  • Import und Export von Exif-Daten
  • Anlegen, Import und Export von IPTC-NAA-Daten
  • Export des ICC-Farbprofils
  • Speichern aller Metadaten in einer Text- oder HTML-Datei
  • Einstellungen

Export und Import sind dann sinnvoll, wenn man Fotos mit Anwendungen bearbeitet die die Metadaten zerstören oder löschen.

Unter Einstellungen lässt sich u.A. wählen, ob:

  • Ortsinformationen von Geo-Names geladen werden sollen (erfordert natürlich eine Online-Verbindung)
  • wie oft auf Updates geprüft werden soll

PhotoMe Optionen

Programm-Update

Die Update-Funktion ist perfekt gelöst. Schon bei der Installation der Anwendung wird geprüft ob mittlerweile eine neuere Version vorhanden ist und ggf. eine Aktualisierung durchgeführt.

PhotoMe Aktualisierung

Das der inkrementelle Update nur die Programmteile lädt, die sich geändert haben, wird jeder schätzen der nicht an einer schnellen DSL-Leitung hängt.

Windows Explorer und Browser-Integration

Ebenfalls im Einstellungs-Menü finden sich die Optionen um PhotoMe in das Kontextmenü Microsoft Windows Explorer, Microsoft Internet Explorer, Mozilla Firefox und Opera zu integrieren.

Mehrsprachig

PhotoMe ist mehrsprachig. Über das Einstellungsmenü kann gewählt werden zwischen:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Spanisch
  • Italienisch

Fazit

Könnte PhotoMe sämtliche Exif-Tags bearbeiten und auch neue hinzufügen, wäre es absolut perfekt. Aber auch so ist es die erste Wahl zur Anzeige der Exif-Informationen. Keine andere Anwendung ist so weit durchdacht. Die Bedienung ist intuitiv und der automatische Update stellt sicher, dass man immer die neuestes Version hat.

Kosten

PhotoMe ist kostenlos.

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EXIF-Tools: PhotoComment

Freitag, 11. Januar 2008

Jede Digitalkamera schreibt neben dem eigentlichen Bild noch eine Reihe weiterer Informationen in die Bilddatei. Für die meisten Nutzer sind diese jedoch i.d.R. nutzlos. Das was wirklich interessiert, wie z.B. ein Titel und Kommentare, der Name des Fotografen oder die GPS-Koordinaten des Ortes, an dem das Bild aufgenommen wurde, liefern die Kameras nicht. In einer Reihe von Artikeln möchte ich die nützlichsten Tools vorstellen, um diese sogenannten EXIF-Metadaten zu bearbeiten.

Eines der Felder in den Exif-Metadaten von Bilddateien ist zum Speichern eines Kommentars vorgesehen. Für all die es genau wissen wollen, es handelt sich dabei um das Feld 0x9286 (37510) UserComment. Doch wie kann man nun dieses Feld bearbeiten? Am einfachsten geht das mit PhotoComment.

PhotoComment ist eine Erweiterung für den Windows Explorer. Nach Installation und anschließendem Reboot bieten sich folgenden neuen Features im Windows Explorer:

  • Das Kontext-Menü das sich bei Klick mit der rechten Maustaste auf eine Datei öffnet, hat den neuen Menüpunkt „Edit EXIF comment„.
  • In der Detail-Ansicht des Explorer lässt sich die Spalte „EXIF Comment“ einblenden.
  • Zeigt man mit dem Mousecursor auf eine JPEG-Datei wird ein Tooltip mit dem Exif-Kommentar angezeigt.
  • Selektiert man eine JPEG-Datei wird in der Statuszeile des Explorers der Exif-Kommentar angezeigt.

PhotoComment Kontextmenü

Das Fenster zum Bearbeiten des Fotokommentars wird über das Kontextmenü geöffnet.

PhotoComment Kommentar bearbeiten

Wie bekommt man nun die Spalte „EXIF Comment“ in den Windows Explorer? Das geht ganz einfach. Zunächst die Ansicht „Details“ wählen. Bei Klick mit der rechten Maustaste auf eine der Spaltentitel öffnet sich ein Kontextmenü. Dort wählt man den letzten Eintrag „Weitere…„. In dem sich öffnenden Dialog findet sich fast ganz am Ende der entsprechende Eintrag.

PhotoComment Spalte EXIF Comment anzeigen

In der Hilfe von PhotoComment wird das mit noch mehr Screenshots ausführlich dargestellt.

Fazit

Leider ist das Programm nicht bis zum Ende durchdacht. Der Menüpunkt zum Bearbeiten des Exif Kommentars erscheint bei allen Dateien und nicht nur bei JPEG-Bildern und bläht das Kontextmenü ggf. unnötig auf.

Aber wirklich ärgerlich ist, dass nur dann ein Kommentar in ein Bild eingefügt werden kann, wenn das Foto bereits Exif-Daten enthält. Ansonsten passiert einfach nichts, nicht mal eine Fehlermeldung. Wie erkennt man nun, ob eine Datei Exif-Daten enthält um sich unnötigen Ärger zu ersparen? Ganz einfach geht das z.B. durch Einblenden einer Spalte die andere Exif-Daten anzeigt, z.B. „Bild aufgenommen am„. Wird ein Datum angezeigt, wird auch PhotoComment einen Kommentar eintragen können.

Weiteres Ärgernis ist, dass das Fenster zum Bearbeiten des Kommenars manchmal hinter dem Explorer-Fenster aufgeht. Man sieht es nicht und hat den Eindruck, dass der Explorer „tot“ ist. Manchmal erhält man auch die Meldung, dass die Anwendung zum Ändern des Kommentars nicht gefunden wurde.

Würde PhotoComment zuverlässig funktionieren, wäre es sicherlich einen Blick Wert um schnell und einfach Kommentare in Bilddateien zu bearbeiten. Im aktuellen Zustand muss das jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe es jedenfalls gleich wieder deinstalliert.

Für Programmierer und Hacker finden sich weitere Infos in der Hilfe. Die Anwendung ist auch im Quelltext verfügbar.

Kosten

PhotoComment ist kostenlos.

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EXIF-Tools: EXIF Date Changer

Dienstag, 8. Januar 2008

Jede Digitalkamera schreibt neben dem eigentlichen Bild noch eine Reihe weiterer Informationen in die Bilddatei. Für die meisten Nutzer sind diese jedoch i.d.R. nutzlos. Das was wirklich interessiert, wie z.B. ein Titel und Kommentare, der Name des Fotografen oder die GPS-Koordinaten des Ortes, an dem das Bild aufgenommen wurde, liefern die Kameras nicht. In einer Reihe von Artikeln möchte ich die nützlichsten Tools vorstellen, um diese sogenannten EXIF-Metadaten zu bearbeiten.

Der EXIF Date Changer löst ein Problem, vor dem wohl schon die meisten Digital-Fotografen gestanden sind. Das in der Bilddatei gespeicherte Datum/Uhrzeit ist falsch. Die Gründe hierfür sind meist die gleichen:

  • beim Wechsel der Zeitzone wurde vergessen das Datum der Kamera zu korrigieren
  • Umstellung von Sommer- auf Winterzeit oder anders herum
  • die Uhr der Digicam hat das Datum wegen leerer Akkus oder Batterien vergessen

Ausserdem kann der EXIF Date Changer das Aufnahmedatum in den Dateinamen integrieren. Das erleichtert auch für Nicht-EXIF-Profis die Übersicht und die Dateien können im Windows Explorer einfach nach dem Aufnahmedatum sortiert werden. Zudem wird, sofern nicht abgeschalten, dass Änderungsdatum der Datei auf das Aufnahmedatum gesetzt. Ein weiteres sehr nützliches Feature da das Änderungsdatum sehr oft das Datum ist, zu dem die Datei von der Speicherkarte auf den Computer kopiert wurde.

Das Ändern des Aufnahmedatums ist mit dem EXIF Date Changer kinderleicht.

EXIF Date Changer - Photos

Der EXIF Date Changer verändert für alle Foto-Dateien in dem unter „Source folder“ eingestellten Ordner das Datum um den unter „Correct time by“ eingestellten Wert. Die geänderten Bilder werden in dem unter „Destination folder“ eingestellten Ordner gespeichert. Dies ist Defaultmässig der Ordner output unterhalb des „Source folder„. Als „Destination folder“ kann auch der „Source folder“ eingestellt werden. Die Bilddateien werden dann, in Abhängigkeit von den Programm-Einstellungen, ggf. überschrieben. Das Aktualisieren des Datums erfolgt nach Anklicken von „Go„.

Und jetzt noch zu den Einstellungen. Diese sollten unbedingt vor dem ersten „Go“ den eigenen Wünschen angepasst werden.

EXIF Date Changer - Options

Recurse Folders: Wenn angekreuzt, werden rekursiv auch alle Unterordner durchsucht und die Bilddateien aktualisiert. Ich empfehle diese Option auszuschalten, insbesondere wenn man noch ein bischen mit den Einstellungen experimentiert.

Auto rename if already exists: Wenn angekreuzt, werden keine Dateien überschrieben. Stattdessen wird eine Erweiterung an den Dateiname angehängt, zB. _2.

Include datetime in filename: Wenn angekreuzt, wird das Aufnahmedatum und die Uhrzeit dem Dateiname vorangestellt. Das Format des Dateinamens lässt sich unter „Output file mask“ anpassen.

  • yyyy oder yy: Jahr
  • mm: Monat
  • dd: Tag
  • hh: Stunde
  • nn: Minute
  • ss: Sekunde
  • *FILENAME: Originaldateiname

In der Hilfe erfährt man ggf. mehr dazu. Der Preview für das Ergebnis wird aktualisiert, sobald man das Feld verlässt, z.B. durch TAB oder bei Klick auf eine der Optionen.

Include current filename: Wenn angekreuzt, wird der bisherige Dateiname in den neuen Dateiname mit aufgenommen. Diese Option wird nur ausgewertet, wenn das Aufnahmedatum in den Dateiname geschrieben werden soll. Wenn die Ausgabemaske *FILENAME enthält, dann muss diese Option gesetzt werden.

Overwrite datetime in filename: Wenn diese Option angekreuzt ist, wird eine ggf. bereits im Dateiname enthaltene Datumsangabe überschrieben.

Preserve original modification date: EXIF Date Changer ändert das Änderungsdatum der Datei auf das Aufnahmedatum. Das ist ein wirklich sinnvolles Feature da das Dateidatum sehr oft leider das Datum ist, zu dem das Foto vom Speicherstick auf die Festplatte kopiert wurde. Wenn diese Option angekreuzt ist, wird das Änderungsdatum der Datei nicht geändert. Ich empfehle, diese Option nicht anzukreuzen.

Geocoding

Und es gibt noch einen weiteren Grund, warum das Aufnahmedatum der Bilder möglichst auf die Sekunde korrekt sein sollte. Für das automatischen Geocodieren von Fotos anhand von GPS-Daten ist die genaue Uhrzeit Voraussetzung.

Fazit

Der EXIF Date Changer korrigiert in Sekunden das Datum Hunderter Fotos, setzt das Dateidatum und kann den Dateiname auf Wunsch mit dem Datum versehen. Schneller und einfacher geht es nicht.

Einziger Kritikpunkt ist, dass immer sämtliche Dateien eines Verzeichnisses korrigiert werden. Ggf. muss man also manuell noch ein bisschen hin- und herkopieren.

Kosten

Der EXIF Date Changer ist kostenlos.

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EXIF-Tools: JPEG & PNG Stripper

Samstag, 29. Dezember 2007

Jede Digitalkamera schreibt neben dem eigentlichen Bild noch eine Reihe weiterer Informationen in die Bilddatei. Für die meisten Nutzer sind diese jedoch i.d.R. nutzlos. Das was wirklich interessiert, wie z.B. ein Titel und Kommentare, der Name des Fotografen oder die GPS-Koordinaten des Ortes, an dem das Bild aufgenommen wurde, liefern die Kameras nicht. In einer Reihe von Artikeln möchte ich die nützlichsten Tools vorstellen, um diese sogenannten EXIF-Metadaten zu bearbeiten.

Ich habe mich immer gewundert, warum die Dateien mit den kleinen Icons zur Navigation auf meiner Webseite so groß waren. Wie sich herausstellte, war Exif das Problem. Vergleichen wir zunächst die beiden folgenden Bilder:

JPEG & PNG Stripper - Beispielbild ungestrippt

Das erste Bild hat 161 * 121 Pixel und benötigt 48 kB.

JPEG & PNG Stripper - Beispielbild gestrippt

Und nochmal das gleiche Bild. Diesmal in 440 * 330 Pixel. Aber es benötigt nur 43 kB. Warum?

Ein Anschauen der Exif-Informationen mit dem KUSO EXIF Viewer zeigt die Ursache. In der Bilddatei ist neben dem eigentlichen Bild noch ein Vorschaubild von 320 * 200 Pixel gespeichert. Und das zweite Bild benötigt knapp 30 kB.

In allen Fällen, in denen man die Exif-Informationen nicht benötigt, z.B. auf Webseiten, oder auch nicht preisgeben möchte, hilft der JPEG & PNG Stripper. Das Programm kann die Metadaten aus JPEG- und PNG-Dateien löschen.

Zur Nutzung zieht man einfach die zu strippende Datei per Drag & Drop auf den JPEG & PNG Stripper. Entweder auf eine Verknüpfung oder man startet vorher die Anwendung.

JPEG & PNG Stripper

Die Datei aus obigem Beispiel wird durch das Entfernen aller Exif-Daten um 39 kB verkleinert.

Die Anwendung ist ziemlich einfach gestrickt. Alle Einstellungen können im Hauptfenster vorgenommen werden und sind selbsterklärend. Die Funktion „Add To Explorer“ bindet den Menüpunkt „Scan with JPEG & PNG Stripper“ in das Kontext-Menü des Windows Explorers ein. Das macht die Nutzung einfacher und schneller als per Drag & Drop.

Mit „Preview only“ lässt sich zunächst das Ergebnis des Strippens überprüfen. „Preserve file date und times“ ist sinnvoll, um den Zeitstempel der Datei nicht zu verändern.

Gestrippt werden kann übrigens nicht nur eine einzelne Datei, sondern auch mehrere oder ganze Verzeichnisse. Im Download ist noch eine HTML-Datei dabei. Diese beschreibt wie der JPEG und PNG Stripper per DOS-Kommandozeile genutzt werden kann.

Fazit

Der JPEG & PNG Stripper macht genau das, was er verspricht. Die Oberfläche ist spartanisch und schnick-schnack-frei. Beim Start über das Context Menü des Windows Explorers wird unschönerweise immer zuerst ein DOS-Fenster geöffnet. Das müsste nicht sein, ist aber nur ein Schönheitsfehler.

Das Strip-Ergebnis ist natürlich abhängig von der Kamera mit der die Fotos aufgenommen wurden. Bei einer Pentax Optio S4 wurden die Dateien um ca. 40 kB verkleinert. Bei einer Samsung NV3 nur um 5 KB.

Kosten

Der JPEG & PNG Stripper ist kostenlos.

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EXIF-Tools: KUSO EXIF Viewer

Sonntag, 23. Dezember 2007

Jede Digitalkamera schreibt neben dem eigentlichen Bild noch eine Reihe weiterer Informationen in die Bilddatei. Für die meisten Nutzer sind diese jedoch i.d.R. nutzlos. Das was wirklich interessiert, wie z.B. ein Titel und Kommentare, der Name des Fotografen oder die GPS-Koordinaten des Ortes, an dem das Bild aufgenommen wurde, liefern die Kameras nicht. In einer Reihe von Artikeln möchte ich die nützlichsten Tools vorstellen, um diese sogenannten EXIF-Metadaten zu bearbeiten.

Der KUSO EXIF Viewer integriert sich in das Kontext-Menü des Windows Explorer. Beim Klick mit der rechten Maustaste auf ein Bild wird das Context Menü um den Eintrag „Open with KUSO EXIF Viewer“ erweitert.

KUSO EXIF Viewer - Explorer Context Menü

Nach Auswahl des Menüeintrags wird der KUSO EXIF Viewer gestartet.

KUSO EXIF Viewer - Standard Information

Das Hauptfenster bietet folgende Funktionen:

  • Anzeige des in der Bilddatei gespeicherten Vorschaubildes
  • Rotation des Vorschaubildes sofern die Digitalkamera in dem Bild gespeichert hat, dass es im Hochformat aufgenommen wurde. Dieses Feature unterstützen aber nur hochwertige Kameras.
  • Infofenster mit Anzeige der Standard EXIF Informationen, der GPS EXIF Informationen und der zusätzlicher Informationen
  • Auswahl ob vollständige Anzeige der Daten erfolgen soll
  • Blättern durch alles Dateien im gleichen Ordner
  • Speichern, Öffnen und Anzeigen des Bildes mit der für den Dateityp unter Windows registrierten Anwendung
  • Konfiguration

Scrollt man die Liste etwas nach unten, folgen die GPS Informationen.

KUSO EXIF Viewer - GPS Information

Anschließend erfolgen unter der Rubrik „Other Information“:

  • sämtliche anderen Exif-Informationen, auch herstellerspezifische propritäre Informationen
  • JPEG-Formatinformationen
  • Datei-Infos

KUSO EXIF Viewer - Other Information

Der Klick mit der rechten Maustaste auf eine der Informationen öffnet ein Contex-Menü in der eine oder alle Informationen in die Zwischenablage kopiert werden können. Interessanter ist jedoch die Option „Locate Spot On Map By GPS„. Diese Funktion öffnet den Internet Browser und zeigt die GPS-Koordinaten des Bildes in Google Maps an.

KUSO EXIF Viewer - GPS Context Menu

KUSO EXIF Viewer - Google Maps

Bleibt noch die letzte Funktion des KUSO EXIF Viewers zur Besprechung übrig. Der Knopf rechts oben öffnet den Einstellungs-Dialog.

KUSO EXIF Viewer - Configuration Dialog

Die Einstellmöglichkeiten sind übersichtlich. Es lässt sich auswählen, welche Information in der Standard-Ansicht angezeigt werden sollen. Nach der Installation ist die Standard-Ansicht identisch mit der „View Full Information„-Ansicht. Weiterhin lassen sich noch die Blöcke „GPS Information“ und „Other Information“ ausblenden. Die Funktion „Close Directory Find Function“ deaktiviert die Funktion zum Blättern durch alle Dateien.

Browser-Integration

Der KUSO EXIF Viewer integriert sich auch in das Kontext-Menü des Microsoft Internet Explorers. Somit lassen sich auch für Bilder auf Websites die EXIF-Informationen und GPS-Koordinaten anzeigen. Auch für den Mozilla Firefox ist eine Extension auf der KUSO-Webseite zum Download verfügbar. Auf meinem Rechner wird dann zwar das Context-Menü des Firefox um einen entsprechenden Eintrag erweitert, der KUSO EXIF Viewer aber nicht gestartet.

Mit folgendem GPS-Koordinaten enthaltendem Bild können Sie dies testen. Das Bild wurde an der Straße zum Schauinsland aufgenommen.

Schauinsland Klassik 2007 / Bild enthält GPS-Daten

Fazit

Der KUSO EXIF Viewer zeigt die wichtigsten EXIF-Information und insbesondere die GPS-Koordinaten schnell und einfach an. Insbesondere die Verknüpfung mit Google Maps ist ein nettes Feature.

Leider lässt sich bei den vielen angezeigten Parametern nicht unterscheiden, welche Parameter aufnahme-spezifisch sind, wie z.B. Belichtungszeit, und welches JPEG-Parameter sind. Bei der Bildbearbeitung wird man erkennen, dass eine ganze Reihe von Parametern durch die Bildbearbeitungssoftware geändert oder hinzugefügt werden. Der KUSO EXIF Viewer lässt sich auch mehrfach öffnen, z.B. um Informationen zu vergleichen.

Achtung

Das Context Menü des KUSO EXIF Viewers wird auch bei Dateien angezeigt, die der Viewer nicht verarbeiten kann. Z.B. bei Textdateien, aber auch bei Grafikdaten die nicht im JPEG-Format gespeichert sind.

Kosten

Der KUSO EXIF Viewer ist kostenlos.

Die Webseite des KUSO EXIF Viewer ist in chinesischer Sprache. Der Download-Link findet sich aber sehr einfach unter der Überschrift „English Version„.

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Citroën Sport Classique – Meeting Bob Neyret – Grenoble 2007

Dienstag, 11. September 2007

Gemeinsam mit Rennfahrer-Legende Bob Neyret, der auf Citroën DS und SM erfolgreich an vielen Rallys teilnahm, fand in Grenoble vom 6. bis 8. August 2007 das Citroën Sport Classique – Meeting Bob Neyret-Treffen (nicht nur) der Citroën-Rallyeautos statt.

Obwohl Grenoble 600 km von Karlsruhe entfernt liegt, bin ich mal kurz übers Wochenende hingefahren und es hat sich wirklich gelohnt. Insbesondere die Paris-Dakar-Renner hatten einen wahnsinnigen Sound. Im aktuellen Andre Citroën Club-Rundbrief 5/2007 ist überraschenderweise eine 2/3-Seite mit meinen Fotos!

Andre Citroen Club Rundbrief 5/2007 - Citroen Sport Classique - Meeting Bob Neyret

Hier gibs alle meine Meeting-Fotos und ein kurzes Video in Farbe.