Dubiose Handelsregisterabzockversuche IV

Donnerstag, 18. September 2008

Nach langer Zeit hat mich wieder mal eines dieser dubiosen Angebot für einen Eintrag in ein Branchenbuch erreicht. Dieses mal unter der Überschrift Regionales Branchenbuch ein Eintragungsangebot ins Online Verzeichnis unter http://www.regionales-branchenbuch.de.

Während rechts oben noch groß kostenlos steht, steht im Kleingedruckten der entscheidende Zusatz Mit Ihrer Unterschrift kommt der hervorgehobene Eintrag … zustande. Und der hat es in sich. Dieser Eintrag kostet pro Jahr 830 Euro plus Mehrwertsteuer. Der Vertrag läuft zunächst über zwei Jahre und verlängert sich automatisch um jeweils ein weiteres Jahr. Ein teurer Spaß.

Über den Sinn eines Branchenbucheintrags ohne Branchenzuordnung kann man zudem kaum streiten.

Und im Internet sieht das ganze dann so aus:

Die Kartensuche wird momentan überarbeitet und steht in Kürze wieder zur Verfügung.

Gelistet wird man übrigens sowieso, auch ohne Rücksenden des Eintragungsangebots. Für Karlsruhe gibt es z.Z. 6668 Einträge. Ganz am Anfang findet man die, denen der Eintrag die 987,70 Euro im Jahr wert ist. Dies sind in Karlsruhe immerhin 12 Unternehmen = 11.852,40 Euro / Jahr:

  • A & M Friseure GmbH
  • Activ Trans e.K.
  • Adolf Kies GmbH
  • BB Bank eG
  • CeBe GmbH Centrum für Biomasse-Energie
  • FINEST/MAGMA Design&Communication
  • Germania
  • Marco Heinz Kunzmann Metzgerei
  • Meyer Riegger GmbH
  • Privatärztliche Verrechnungsstelle e.V.
  • Pro Kasro Mechatronik GmbH
  • Victoria Lebensversicherung AG

Da hat sich das Business wohl bereits gelohnt für den Regionaler Telefonbuchverlag Wagner in Kösching. Jeden Tag steht mindestens ein Dummer auf.


Von Herrn christian kaka

Mittwoch, 14. Mai 2008

Elfenbeinküste.

Mein liebes,

Es ist mein Vergnügen, mit Ihnen für ein Unternehmen in Verbindung zu treten, das Ich und mein Schwester, Elizabeth beabsichtigen, in Ihrem Land herzustellen. obwohl ich Sie nicht getroffen habe.

Ich habe Menge von zwölf Million US Dollars ($12,000,000.00) welch mein spät Vater halten für uns mit ein Bank hier in Abidjan Cote d ‚ Ivoire bevor er getötet würde durch unbekannt Person. Jetzt Ich und mein Schwester entscheiden zu investieren dies Geld in Ihr Land oder überall sicher genug Außenseite Afrika für Sicherheit und politisch Gruenden. Wir wünschen Ihnen uns zu helfen , behaupten und zurückholen dieses Geld von der Bank und bringen es in Ihr persönlich Konto in Ihr Land für Investitionszweck auf dies Bereich:

  1. Haeuser kaufen
  2. Die Transportindustrie
  3. Anteil und Ableitungen

Wenn Sie von einer Unterstützung zu uns sein können, freuen uns wir, das Ihnen anzubieten, finanzieren 15% vom Gesamt. Ich erwarte Ihre bald Antwort durch Email für mehr Informationen.

Respektvoll
christian kaka


Peter Eze……..mit dem guten Glauben …….. lieb

Samstag, 23. Februar 2008

Falls jemand Geld braucht 😉

Zurück zu mir an meinem privaten email bitte erhalten:
(peter2000eze@yahoo.co.uk)

Am liebsten,

Ich bin Herr Peter Eze, ein Manager in den Rechnungen und im Austausch an der fremden Rimesse-Abteilung von einer der führenden Bänke in Ghana. Ich schreibe diesen Brief, um um deine Unterstützung und Mitarbeit zu bitten, zum dieser Geschäft Gelegenheit in meiner Abteilung durchzuführen. Wir entdeckten eine verlassene Summe of $12,500,000.00 (nur zwölf Million fünfhundert tausend Vereinigte Staaten Dollar) in einem Konto, das bis einen unserer Auslandskunden gehört, die zusammen mit seiner gesamtenFamilie eine Frau und zwei Kinder im November 1999 in einem Selbstabbruch starben. Seit wir von seinen Tod hörten, haben wir seine Folgend-vonstämme erwartet, vorbeizukommen und Ansprüche für sein Geld als der Erbe zu setzen,

weil wir nicht die Kapital von seinem Konto freigeben können, es sei denn jemand Anspruch als die Folgend-vonstämme an den Verstorbenen beantragt, wie in unserem Bankverkehr angezeigt Richtlinien. Leider weder hat ihr Familie Mitglied noch entfernter Verwandter everappeared, um die besagteKapital zu behaupten. Sie ist in unserer Bankverkehr Richtlinie, die, wenn keine der Verwandten bis Anspruch diese Kapital nach 6years des Todes des späten Kunden kommen, die Kapital als unclaimed Rechnung und wirdüberwiesen werden auf das Fiskuskonto der Bank angesehen wird.

Nach dieser Entdeckung sind I und andere Beamte in meiner Abteilung damit einverstanden gewesen, Geschäft mit dir zu bilden und die Gesamtmenge in dein Konto als der Erbe der Kapitals freizugeben, da niemand für es kamen oder entdeckten, daß er Bankkonto unser beibehielt, andernfalls wird die Kapital zum Bankfiskus wie unclaimed Kapital zurückgebracht. Wir haben darin übereingestimmt, daß unser Verhältnis des Teilens ist, wie folglich angegeben; 30% für dich als fremden Partner, 65% für uns die Beamten in meiner Abteilung und 5% für die Regelung aller lokalen und fremden expences genommen von uns und von dir während dieses Geschäfts. Nach der erfolgreichen Beendigung dieser übertragung, kommen I und einer meiner Kollegen zu deinem Land und kümmern sich um unseren Anteil. Er ist von unserem 75%, das wir beabsichtigen, landwirtschaftliches Machineries in mein Land als Weise der Wiederverwertung der Kapitals zu importieren. Um diese Verhandlung zu beginnen, benötigen wir dich dein Interesse durch eine Rückhole-mail mit den folgenden Informationen sofort anzuzeigen:

1.)Dein privates Telefon und Telefax Nr.
2.)Dein voller Name

Nach dem Empfang von diesem, erhalte ich Willeinturn zurück zu dir und gebe dir die mordalities für die Bank, um dich als das folgende der Stämme zu genehmigen. Auch merken, diese Verhandlung muß wegen seiner Natur gehalten werden. Ich freue, deine sofortige Antwort zu empfangen. Zurück zu mir an meinem privaten email bitte erhalten: (peter2000eze@yahoo.co.uk)

Bester Respekt,
Peter Eze


Sabine, Sabrina, Lara, Anna und Anne-Katrin

Samstag, 3. November 2007

Was habe die Mädels gemeinsam? Na, alle haben mir eine Exklusive Einladung zu einem Nachbarschafts-Netzwerk gemailt. Wahnsinn, ich wußte gar nicht, dass so viele meiner Nachbarinnen meine eMail-Adresse kennen. Und es kommt noch besser, das Nachbar Online Team schreibt mir, dass sie bereits 22 weitere Nachbarn in meiner näheren Umgebung gefunden haben.

Offensichtlich ist der Dienst so erfolgreich, dass das Nachbarschafts-Netzwerk viele verschiedene Webadressen benutzen muss:

Alle obige Adressen redirecten letztendlich auf http://www.nachbarschaft24.net. Die Website reitet auf der aktuellen Social Network Web 2.0-Welle. Kann man bei seriösen Wettbewerbern i.d.R. auch ohne Anmeldung Inhalte anschauen, geht hier jedoch gar nichts. Schon für die Suche muss man die eigene eMail-Adresse und das Geburtsdatum eingeben, Datenschutz und AGB bestätigen. Warum wird schnell klar, wenn man das Kleingedruckte links liest. Nach 14 Tagen fallen über 2 Jahre jeweils 9 Euro pro Monat an. Macht zusammen schlappe 216 Euro. Auch toll, alle neuesten geprüften User sind Singles. Betrieben wird das Soziale Netzwerk von der netsolution FZE, Twin Towers Rm 217 Baniyas Road, Dubai – United Arab Emirates.

Update 1: Jetzt hat mich auch Lena zu http://www.nachbarschafts-link.info eingeladen.

Update 2: Jetzt hat mich mit Daniel erstmals auch eine männliche Person angeblich zu http://www.einladung-info.info eingeladen.

Update 3: Anne lädt mich zu http://www.dein-nachbar-online.net ein.

Update 4: Auch Sandra lädt mich zu http://www.nachbarschaft-freunde.info ein.

Update 5: „jemand hat“ auf http://www.nachbarschaft24.net „nach dir gesucht und wollte dir eine Nachricht hinterlassen, um mit dir Kontakt aufzunehmen“. Mein Name gemäß der eMail ist angeblich „Klaus Klausen“.

Update 6: Meine Nachbarin Lena erinnert mich an ihre Einladung in das Nachbarschafts-Netzwerk mit der wissenschaftlichen Matchingfunktion http://www.nachbar-link.net

Update 7: Miriam lädt mich ein zu http://www.nachbar-link.net

Update 8:  Lena lädt mich exklusiv ein zu http://www.nachbarschaft-suche.com, Laura zu http://www.einladungsmail.com, Daniel zu http://www.nachbar-link.net, Anne-Katrin zu http://www.nachbar-link.net und Laura zu http://www.nachbar-nachrichten.com. Und jetzt habe ich schon 27 Nachbarn 🙂


Dubiose Handelsregisterabzockversuche III

Montag, 8. Oktober 2007

Nun versucht es die MBG Allgemeines Gewerbeverzeichnis (& Mediendesign ?) e.K. aus Kassel und bietet mir eine Offerte für die Aufnahme meines Firmendatensatzes in ihr privates Register. Für nur 702 Euro und 70 Cent kann ich meine Daten eintragen lassen. Und dann? Immerhin kann ich einmalig pro Vertragsjahr den Adressbestand aller anderen in das private Register eingetragenen Firmen auf CD-ROM oder Diskette erhalten. Oder ein Mailing an die anderen Eingetragenen senden. Toll.

MBG Allgemeines Gewerbeverzeichnis e.K.

Leider ist wohl aufgrund meines Urlaubs die 10 Tage-Frist zur Annahme verstrichen.

MBG Allgemeines Gewerbeverzeichnis e.K.

Der Registerbetreiber ist sich wohl auch nicht ganz sicher, wie sein Unternehmen wohl heißt. Taucht es doch mit verschiedenen Namen auf dem Dokument auf.

Siehe auch Dubiose Handelsregisterabzockversuche


Dubiose Handelsregisterabzockversuche

Freitag, 14. September 2007

Heute hat mein neu gegründetes Unternehmen brands emotion die erste Post bekommen. Noch vor dem Handelsregister Mannheim haben mich zwei Schreiben, einschließlich vorbereiteter Zahlungsbelege, über die erfolgte Handelsregistereintragung informiert.

Der erste Brief kam aus Spanien von der Firma F. Regis S.L. Verlag für Veröffentlichungen und Bekanntmachungen und trug die Überschrift Handelsregisterveröffentlichungen – Hinterlegungsbekanntmachungen. Bei genauem Lesen handelt es sich um eine Offerte über die Veröffentlichung von Unternehmensdaten auf der Website http://www.firm-regis.org.

Regis

Da der Anbieter scheinbar in Spanien sitzt, wird hierfür angeblich auch keine MwSt. fällig. Lustig ist auch der Hinweis, das bei verspäteter Zahlung der 350 Euro meine Daten nicht veröffentlicht werden. Immerhin habe ich 3 Tage Zeit für die Überweisung nach Spanien.

Regis

Im zweiten Schreiben bot mir die ZRH Zentral-Register für Handels- und Bracheneintragungen deutscher Unternehmen die Registrierung Eintragungs- und Leistungsofferte deutscher Firmen an.

ZRH

Die Spektrum 24 GmbH gibt an, diese Daten, ohne Verpflichtung, unter http://www.zrh-zentral-register-handel.de zu veröffentlichen. Hierfür werden 435 Euro zzgl. MwSt. fällig.

ZRH

Für den teureren Preis macht sich ZRH immerhin die Mühe einer Branchenzuordnung.

Etwas positives hat die Sache auch, der Postmann hat endlich meinen Briefkasten gefunden. Bei den offiziellen Schreiben vom Amtsgericht ist ihm dies nicht gelungen.


Goofraud – Google und die Google AdSense-Mafia

Freitag, 25. Mai 2007

Aktuell dürften einige Websitebetreiber von Gewissensbissen geplagt sein. Zeigt doch Google zum Teil sogar auf deren Homepage großformatige Werbung für Phishingbetrüger an und alle drei verdienen gut daran. 

Jeder kennt sicherlich die unzähligen eMails, in den „Projekt Coordinatoren“ oder „Operatoren der bedingten Deponierung“ gesucht werden, die beim Geldtransfer für ausländische Gesellschaften helfen sollen.

Phishing

Obwohl die eMails meist in äußerst holprigem Deutsch formuliert sind, steht jeden Tag ein Dummer auf, der darauf hereinfällt. Aufgabe der Homeoffice-Mitarbeiter ist es, über ihr privates Konto Zahlungen entgegenzunehmen und ins Ausland weiter zu überweisen. Die Überweisungen stammen dabei von Konten die per Phishing gehackt wurden. Die Polizei kommt den „Operatoren“ meist schnell auf die Schliche. Dann ist ihnen nicht nur ein Strafverfahren sicher.

In anderen aktuellen Spam-eMails wird für Webseiten geworben, auf denen man seine Kenntnisse in Führerscheinprüfungsfragen testen, sein Lebenserwartung berechnen oder Lösungen für Hausaufgaben erhalten kann. Wer das Kleingedruckte nicht liest, schliesst mit einem einfach Klick mit dem Anbieter einen Vertrag über 79,- Euro oder auch mehr ab.

Nachdem sich Spam-Filter aber immer mehr durchsetzen, landen diese eMails mittlerweile immer öfters dort, wo sie hingehören. In den virtuellen Mülleimer. Deshalb haben die Anbieter einen neuen Weg gefunden um ihre zweifelhaften oder betrügerischen Angebote zu bewerben. Und dabei hilft Google. Und das geht so:

Viele Internet-Angebote werden ausschließlich über Werbung finanziert und hier ist Google die unangefochtene Nummer Eins als Werbepartner. Über das Google AdSense-Programm können Anbieter von Webseiten auf ihre Seiten Werbung integrieren. Google sucht dabei Anzeigen die zum Inhalt der angezeigten Webseite passen. Klickt der Nutzer eine Anzeige an, erhält der Websitebetreiber und Google von dem beworbenen Anbieter eine Provision. Je mehr der Klick einem Anbieter Wert ist, des do öfters und größer wird seine Anzeige angezeigt. Anstatt wie üblich auf einer Fläche von 300 * 250 Pixeln 4 Anzeigen unterzubringen, werden dann zwei oder sogar nur eine Anzeige untergebracht. Aktuell wird in maximaler Größe auf bekannten Webseiten nach „Zahlungsdienstleistern“ für einen bekannten Phisher gesucht. Den Webseitenbetreibern dürfte i.d.R. wohl nicht klar sein, für was da auf ihren Webseiten geworben wird. Und auch für den Führerscheintest finden sich überall von Google angezeigte Anzeigen.

Manchen Websitebetreibern ist das jedoch nicht Recht. Sie berichten zwar von drei- bis fünffachem Umsatz aufgrund dieser Anzeigen, aber die Opfer dieser Angebote werden sich sicherlich später erinnern, wer ihnen diese Dienste empfohlen hat und vielleicht die Webseite meiden, auf der die Google-Anzeigen erschienen sind. Google scheint dies alles egal zu sein, verdienen sie doch an jedem Klick. Der Webseitebetreiber kann zwar Filter für die Google AdSense-Anzeigen festlegen, doch wer kennt schon alle unseriösen Webseitenadressen und will täglich seine Filter anpassen.

Die beworbenen Angebote verstoßen übrigens zum Großteil gegen die Google AdSense-Programmrichtlinien. Diese verbieten u.a. den „Verkauf oder Verbreitung von Hausarbeiten“ sowie „illegale Aktivitäten“. Aber das scheint auch Google egal zu sein. Google könnte z.B. sehr einfach die beworbenen URLs mit den bekannten Listen der Phishing-Webseiten abgleichen. Auch der aktuell beworbene Phishingdienst findet sich hier. Vielleicht kann aber auch bei Google keiner Deutsch und deshalb werden alle Anzeigen automatisch genehmigt.

Der Goofraud ist eine Gefahr, die den Ruf aller seriöser Websitebetreiber gefährten auf deren Webseiten Google Anzeigen für unseriöse oder illegale Angebote einblendet.