Drei Fragen:
- Welches Auto wird bereits seit 1948 nahezu unverändert gebaut?
- Hat man als Kind schon in Daktari gesehen?
- Hat genauso wie ein Porsche und ein Citroen CX das Zündschloß links vom Lenkrad?
Genau! Der Land Rover Defender.
Da ich auf der Suche nach einem Geländewagen bin, habe ich diese Woche eine Probefahrt mit dem Land Rover Defender 110 gemacht. Genaugenommen mit dem Sondermodell Experience 2006. Dies ist benannt nach dem Abenteuer- und Reise-Programm von Land Rover.

Also Einsteigen und Hinsetzen. Das Armaturenbrett ist recht übersichtlich. Es gibt nur wenige Schalter. Auch ein Drehzahlmesser ist Fehlanzeige. Erste Überraschung. Das was sich zunächst als Fuss-Stütze für den linken Fuß von Automatik-Fahrern herausstellte, war das Kupplungspedal. Nur durch das Aufbringen enormer Kräfte lässt es sich herunterpressen. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig, die Schaltung. Die sehr unpräzise Schaltung erfordert zu Beginn Konzentration um den gewünschten Gang einzulegen.

Größter Vorteil des Defender ist es, dass einem jede Diskussion um Tempolimits am Ar… vorbeigeht. Das Fahrverhalten ist so schwammig, der Richtungswechsel so unpräzise, dass man sich freiwillig an jedes Tempolimit hält oder sogar noch langsamer fährt. Ebenfalls unfassbar ist der Lärmpegel sobald man in den dreistelligen Geschwindigkeitsbereich vordringt.
Aber, Spaß macht es trotzdem in einem so coolen Auto zu fahren. Nur ist die deutsche Autobahn definitiv nicht der bevorzugte Aufenthaltsort für einen Defender. Platz bietet der 110 übrigens für insgesamt 9 Personen. Vier davon müssen es sich auf zwei längs angeordneten Bänkchen im Kofferraum bequem machen. Die Tür dorthin geht für alle Länder die auf der richtigen Seite der Straße fahren in die falsche Richtung auf.
Die ganze Karosserie ist wie seit eh und je aus genieteten Alublechen. Also rostfrei. Alle Scheiben sind frei von jeden Wölbungen (die meisten Sitze ebenso). Das erweckt zumindest den Eindruck, man könnte sie beim Dorffensterbauer auch im hintersten Busch durch ein Fensterglas ersetzen lassen.
Das gefahrene Modell gibt es als Vorführwagen für ungefähr 30.000 Euro. Kein schlechtes Angebot.




Donnerstag, 19. Juni 2008 um 21:07 |
War das Ersatzrad auf der Motorhaube eigentlich schon standardmaessig dabei? Ich hatte gehoert das das nach aktuellen Verkehrsrecht nicht mehr moeglich ist.
Donnerstag, 19. Juni 2008 um 22:50 |
Ich weiß das nicht mehr so genau, glaube aber, der Händler hat das umgebaut. Auch wenn es cool aussieht, es behindert schon ein bisschen die Sicht und man ist ja nicht alle Tage in der Sahara unterwegs.